Rürup Rente lohnenswert

Die Stiftung Warentest hat wieder einmal die private Altersvorsorge im Blickfeld.

Dieses Mal stand die Rürup Rente auf dem Prüfplan. 38 Verträge für Männer und Frauen wurden den strengen Prüfkriterien der Stiftung Warentest unterzogen. Dabei kam die einhellige Meinung heraus, für Selbstständige lohnt sich die Rürup Rente in jedem Fall. Der große Nachteil ist der notwendige Vergleich. Denn obwohl die Rürup Rente eine staatliche geförderte Form der Altersvorsorge ist, unterscheiden sich die Verträge der einzelnen Gesellschaften doch teils erheblich.
Insbesondere die Auszahlungssummen sind zum Teil enorm unterschiedlich. So gibt es bei der garantierten Rente bereits Differenzen von mehr als 100 Euro monatlich, bei der prognostizierten Rentenzahlung können sogar Unterschiede bis zu 250 Euro auftreten. Rechnet man dies einmal hoch auf eine Rentenbezugsdauer von nur 25 Jahren ergeben sich Differenzen von 30.000 bzw. 70.000 Euro.
Auch lauern diverse Gefahren im Kleingedruckten der Policen. So wird bei einem Anbieter vorausgesetzt, dass mindestens eine Rente in Höhe von 50 Euro angespart wurde, bevor die Police beitragsfrei gestellt wurde. Auch die zusätzliche Einzahlung von Geldern zu den gleichen Konditionen ist oft nicht erlaubt, was jedoch gerade für Selbstständige wichtig wäre, deren Einkommen ja in der Regel von Monat zu Monat schwankt.
Generell ist die Rürup Rente laut Stiftung Warentest jedoch durchaus zu empfehlen. Bis zu 20.000 Euro jährlich können eingezahlt werden, wobei aktuell zwei Drittel des Betrages steuermindernd geltend gemacht werden können. Die Rentenauszahlung im Alter ist zwar ebenfalls zu versteuern, allerdings liegt der persönliche Steuersatz in diesem Alter meist um einiges niedriger als bisher.
Weiterhin sollte man beachten, dass die staatliche Förderung nur gewährt wird, wenn die Versicherung selbst weder gekündigt, beliehen oder vererbt wird.

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